Home

Konzeption

Projekte

Aktuelles
Termine / Kongresse
Links
Kontakt
Wir über uns

 


Patienten-Leitfaden Verhalten bei ambulanten Operationen


 

diese Schrift soll Ihnen allgemeine Informationen und Hinweise über den üblichen Ablauf und die richtigen Verhaltensweisen bei kleineren ambulanten Operationen in der Hautarztpraxis bieten.
Die Beschreibung betrifft den allgemeinen Fall, Besonderheiten und Variationen im Einzelfall sind selbstverständlich häufig und diese müssen Sie natürlich mit Ihrem Hautarzt besprechen.


Informationen vor Operationen, die Sie Ihrem Arzt mitteilen sollten:

Urlaubsreise direkt oder kurz nach der Operation, Einnahme von blutverdünnenden Mitteln wie Acetylsalicylsäure/ASS oder Marcumar, Herzschrittmacher-Träger, Endocarditis-Prophylaxe, familiäre Blutungsneigung, eingeschränkte Körperabwehrlage, chronische Infektion
mit übertragbarem Erreger (Hepatitis, HIV u.a.), bekannte Allergie auf örtliche Betäubungsmittel, Pflasterallergie, um nur ein paar Dinge zu
nennen.

Ablauf einer üblichen chirurgischen Operation in der Hautarztpraxis:

Die chirurgischen Operationen in einer Hautarztpraxis werden üblicherweise in örtlicher Betäubung durchgeführt.
Nach Hautdesinfektion werden, um die zu operierende Stelle, in die Haut Spritzen gesetzt mit örtlichem Betäubungsmittel, das nur direkt in der
Haut wirkt. Damit wird für die Operation der Schmerz vollständig ausgeschaltet.
Die Spritzen merkt man etwas, die Operation normalerweise garnicht.
Nachdem dann die zu operierende Stelle entfernt ist, wird die Wunde mit einer Naht verschlossen, bei tieferen Stellen zuerst mit innenliegenden
Fäden, darüber mit einzelnen Nähten. Darüber wird ein trockenes, gut sitzendes Pflaster geklebt, das meist mehrere Tage bleibt.
Die Fäden werden nach ca 14 Tagen entfernt, im Gesicht meist deutlich früher (eine Woche).

Ein gewisser Wundschmerz nach Abklingen der Betäubung ist für ein paar Tage zu erwarten, Schmerztabletten sind aber, wenn überhaupt, eventuell
nur für den ersten Abend erforderlich.
 

 


 

 

 

Mögliche Komplikationen nach einer Operation

Eine Nachblutung der OP-Wunde ist sehr selten, sie tritt nur bei tieferen Stellen auf. Es kommt ganz selten einmal vor, dass ein Blutgefäss aufgeht.

Was sollte man tun, wenn die OP-Wunde blutet ?

Wundverband ganz abnehmen, nachsehen von wo genau es blutet, mit sauberem Verbandsmaterial oder Taschentuch exakt auf diese Stelle
drücken und den nächstliegenden Arzt aufsuchen, bzw. mit Ihrem Hautarzt Kontakt aufnehmen.

Infektionen der frisch operierten Stellen durch Bakterien sind äusserst selten. Je grösser und tiefer eine Operation geht, um so eher ist eine
Infektion möglich. Wenn eine Operationswunde sauber und trocken abgedeckt bleibt und unter einem Pflaster geschützt ist, treten
bedeutsame Wundinfektionen (nach unseren Erfahrungen bei Operationen in Hautarztpraxen) so gut wie garnicht bzw. als absolute Ausnahme
einmal auf.

Aufgehen der frischen Wunde ist selten und passiert, wenn man diese zu früh belastet und sich zu viel bewegt z.B. Sport treibt, wenn man sich
daran stösst, wenn die Wunde sich doch infiziert hat oder wenn man die Fäden (innenliegende) nicht verträgt. Dies ist aber, wie gesagt eine Ausnahme.

Narbenbildung ist selten ein ernstes Problem und in vielen Fällen abhängig vom Patienten, z.B. von der Stelle, wo die Wunde liegt, von der persönlichen Neigung zur guten oder schlechten Wundheilung, dem richtigen und vorsichtigen Verhalten nach der OP (siehe oben).
Narben werden im Gesicht meist gut, über dem Brustbein und über den Schultergelenken manchmal unregelmässig und können am Rücken etwas in die Breite gehen.

Bei manchen Menschen besteht eine Neigung zur wulstigen Narbenbildung (Keloid), die sich erst nach etwa 6 Wochen ausbilden kann und die man vorher nicht sicher voraussagen kann.

Schwangerschaft stellt für einen notwendigen kleineren chirurgischen Eingriff kein wirkliches Problem dar, wie ja auch zahnärztliche Behandlungen. Die relativ kleinen Mengen der injizierten örtlichen Betäubungsmittel stellen für Mutter und Kind normalerweise kein Risiko dar.

Falls noch Unklarheiten bestehen, sprechen Sie direkt mit Ihrem Hautarzt.

 

 

Beurteilung durch den Leser :

ich hätte folgende Frage: bitte Email an
info@eczem.de

 


 




Top